Steckbrief Rubin

Foto Kopf von Rubin

Name: Lambert von Nemesis
Rufname: Rubin
Geboren: 12.Mai 2008
Rasse: Dobermann
Züchter: Fam. Pfisterer
Schulterhöhe: natürlich 72cm
Gewicht: 42kg (Juni 2009)

Unser Rubin - der Dobermann unseres Herzens

Der Anfang

Geboren wurde "Lambert von Nemesis" am 12. Mai 2008 bei der Familie Pfisterer in Röthlein bei Schweinfurt. Mit ihm erblickten noch fünf schwarze Rüden und vier schwarze Hündinnen das Licht der Welt. Seine Eltern, Falco und Castella von Nemesis, hatten einen guten Job gemacht und neun wunderschönen Welpen das Leben geschenkt. Ich glaube, Rubin und seine Geschwister hätten keine besseren Züchter bekommen können. Margit und Klaus waren sehr darauf bedacht, dass ihr Schützling in gute Hände kommt und das ließ uns auf umsichtige Züchter schließen, die aus Liebe zu den Hunden züchten und nicht aus Profitgründen. Das war uns sehr wichtig.

Beim Züchter

Als wir in Röthlein ankamen und den Garten der Züchter betraten, rannten zwei stattliche Dobermänner auf uns zu, die kurz schnüffelten und dann gleich wieder gingen. Sie interessierten sich nicht wirklich für uns. Durch sie konnte man aber schon auf die Schönheit des kleinen Welpen schließen, den wir später noch kennenlernen sollten. "Von Nemesis" ist schließlich in Fachkreisen ein bekannter Name, wenn es um Ausstellung und Zucht geht. Margit Pfisterer und ihr Mann Klaus begrüßten uns herzlich und zeigten uns ihre wunderschönen Hunde. "Des Bubele", wie ihn Margit liebevoll nannte, war der Letzte des L-Wurfes. Eigentlich war er, wie uns gesagt wurde, aufgrund seiner Schönheit, schon von Anfang an reserviert. Da die Dame, für die er gedacht war, aber sich dann doch für eine Hündin entschied, war er noch übrig. Viele, die einen Hund vom L-Wurf holten, wollten "den mit dem blauen Band", doch wegen der Reservierung bleib Lambert von Nemesis in Röthlein. Am Ende waren alle Welpen abgeholt, nur "des Bubele" mit dem blauen Band war noch da. Bis wir ins Spiel kamen...

Liebe auf den ersten Blick

Als ich den Kleinen zum ersten Mal sah, war ich gleich verliebt. Er war unheimlich süß, mit unheimlich dicken, großen Pfoten und einem Blick, den jede Frau dahinschmelzen lässt. Kaum waren wir da, bekamen wir ihn auch nicht mehr los. Er hing an Toms Schnürsenkeln und meinen Beinen. Seine Freude über zwei neue, potenzielle Besitzer war so riesengroß, dass er es uns sofort auch körperlich klar machen musste. Er war unglaublich agil, fetzte herum, freute sich tierisch und rannte immer wieder auf mich zu, bis er dann erschöpft in Margits Armen einschlief. Zur Essenszeit putzte er seinen trog in einem rasanten Tempo leer und ich rechnete im Kopf schon aus, wieviel Geld an Futter für so einen hungrigen, kleinen Kerl drauf gehen würde. Der Nachmittag mit ihm war unheimlich schön, doch wir konnten schließlich nicht ewig bleiben. Als wir wieder gingen, fiepste er und sprang an seinem Welpengehege hoch. Eigentlich wollten wir uns nicht gleich entscheiden, aber meinem Partner und mir war von dem Zeitpunkt an klar, dass wir "unseren" Kleinen auf jeden Fall abholen würden! Gesagt, getan. Wir holten ihn! Dafür ließen wir sogar unseren lang geplanten Mykonos-Urlaub sausen, auf den wir uns wahnsinnig gefreut hatten. Doch diesen braunen Augen konnten wir nicht widerstehen...

Die erste Fahrt ins neue Zuhause

Anfang August war es dann soweit! Ich war unheimlich aufgeregt und freute mich wahnsinnig auf unseren baldigen Familienzuwachs. Alles war vorbereitet. Eine kuschelige Decke lag im Auto, wir hatten Wasser dabei, eine kleine Leine und ein kleines Halsband, genau wie wir es in unseren schlauen Büchern gelesen hatten. Bei den Züchtern angekommen, unterschrieb ich den Vertrag, nicht ohne ein glückliches Herzklopfen und ganz viel Vorfreude auf ein Leben mit dem kleinen Mann. Margit hatte sich unheimmlich viel Mühe gegeben und ein tolles Geheft für uns zusammengestellt, in dem praktische Tipps, lustige Geschichten und Zitate geschrieben standen. Auf der Ttelseite prangte natürlich unser "Lambert von Nemesis". Ich hatte zuerst etwas Angst, dass der kleine Kerl sein altes Zuhause sehr vermissen würde und vielleicht im Auto unruhig werden könnte. Doch er war tapfer. Ohne Murren ließ er sich von Margit in meine Arme übergeben. Es war sicherlich nicht einfach, den Letzten dieses tollen Wurfes gehen zu lassen, doch er würde in gute Hände kommen. "Du wirst es gut bei uns haben, kleiner Mann", flüsterte ich ihm zu, als wir den Weg von Röthlein nach Hause antraten.

Im neuen Heim -ein Name muss her!

Unser "kleine Mann", wie ich ihn nun liebevoll oft nenne, kam am 2. August 2008 zu uns und stellte unser Leben erst mal komplett auf den Kopf. Weder an Schlaf , noch an gemeinsame Aktivitäten, die über das Thema "Hund" hinaus gingen, war zu denken. Und gleichzeitig war es etwas ganz Besonderes, diesen neuen Mitbewohner begrüßen zu dürfen. Das Schwierigste war sein Rufname. Wie sollte er heißen? Adenauer? Lando? Nando? Rubin? Onyx? Rumpelstilzchen? Nein, mal im Ernst. Es war unheimlich schwer, einen passenden Namen zu finden. Elegant sollte er sein, kurz, klangvoll und irgendwie einfach passend. Da hatte ich die zündende Idee. Natürlich durfte der kleine Mann mit entscheiden und zog in unserem Garten aus drei Papierlosen seinen eigenen Namen. Seit dem Tag hieß unser kleine Mann RUBIN!

Hardcore-nichts für Weicheier!

Es stellte sich heraus, dass Rubin ein sehr willensstarker, überaus quirliger und schlauer Dobermann war. Er hielt uns den ganzen Tag auf Trab. Spielen, fressen, Bächlein, spielen, fressen, Bächlein, spielen... an Schlaf oder Ruhe war nicht mehr zu denken. Meine Kleidung war vom Spielen ständig schmutzig und kein Gegenstand im Haus war vor ihm sicher. Wäre er ein Mensch gewesen, hätte er die ganze Zeit geschrien: "Ich WILL aber!" Es gab in den ersten Wochen und Monaten kaum eine Stunde, in der er nicht aktiv und aufgezogen war. Ruhige Abende vor dem Fernseher, ein normales Mittagessen ohne Zähne im Hosenbein zur Spielaufforderung, ruhiges Lesen im Sessel oder auf dem Sofa oder einfach nur NICHTS tun war nicht mehr möglich. Wir waren jetzt eine hundertprozentige "Aktion-Familie"- und das rund um die Uhr! (Wenn sich nun jemand denken sollte -die haben doch keine Ahnung- Weit gefehlt! Er war nicht unser erste Hund. allerdings unser erster Dobermann.) Doch das war nur die eine Seite. Es gab noch eine andere... Wenn Rubin dann aber doch mal erschöpft auf meinen Beinen einschlief und schnarchte, sich wie ein Wilder freute, wenn man heimkam, im Körbchen früh unwahrscheinlich süß ein UUAAAHHHHHHHHH gähnte oder mit seinen dicken Pfoten im Schaukelstuhl lag und schaukelte, ließ er uns den ganzen Stress einfach vergessen.

Traut euch!

An alle Dobermannwelpen-Besitzer oder solche, die es werden wollen: Gebt nicht auf! Ihr habt einen wunderbaren, quirligen Hund, der mit einer konsequenten Erziehung, Durchsetzungsvermögen und viel Geduld garantiert noch ruhiger, aber nie langweilig wird und mit dem jeden Tag ein aufregender, aber schöner Tag sein wird! Rubin hat es uns gezeigt. Wir sind unheimlich froh, dass wir ihn haben und ich freue mich jeden Tag aufs Neue auf ihn! Viele weitere Abenteuer, lustige oder einfach alltägliche Momente könnt ihr im BLOG mitverfolgen.