Dobermann-Denkmal von Apolda
09. Juni 2009

Wussten sie, dass es sogar ein Dobermann-Denkmal gibt? Tatsächlich! Es ist der Hunderasse "Dobermann" und seinem Züchter und Namensgeber Karl-Friedrich Louis Dobermann (1834 - 1894) gewidmet und ist das einzige Dobermann-Denkmal in Europa.
Das Denkmal selbst stellt eine Dobermannfamilie dar. Der Entwurf stammt von der Bildhauerin Kerstin Stöckel.
Infos zur Geschichte:
Der Apoldaer Karl Friedrich Louis Dobermann verdiente sein Geld als Abdecker, Hundefänger, Polizeidiener und Vollzugsbeamter. Auf seinen Dienstgängen begleiteten ihn stets scharfe und folgsame Hunde, von den Apoldaer Bürgern "Dobermannsche Hunde" genannt.
Die damaligen Dobermannschen Hunde hatten noch keine Ähnlichkeit mit dem heute bekannten Dobermann. Mit der Zucht und dem Verkauf von Hunden versuchte Herr Dobermann lediglich sein Einkommen zu erhöhen.
Bis Ende des 19. Jahrhunderts entstand durch Einkreuzung von Greyhound, Manchester – Terrier, Pinscher, Jagdhund und evtl. auch Deutscher Dogge der sogenannte Dobermannpinscher. Nach dem Tod von Louis Dobermann setzten seine Freunde Göller, Tischler und Krumbholz seine Arbeit fort und werden seither als Initiatoren der Dobermannzucht bezeichnet.
Im Zuge des 1899 in Apolda durchgeführten Hundemarktes wurde der erste deutsche „Dobermannpinscher – Klub“ gegründet. Ab 1899 wurde die Zucht nur noch nach bestimmten Zuchtrichtlinien betrieben.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden neue Vereine und Klubs. In ihnen organisierte sich die immer größer werdende Züchtergemeinde. Von Apolda und anderen Zuchtgebieten wurde der Dobermann verbreitet und im hohen Maße exportiert, wodurch er in allen Erdteilen schnell bekannt und gezüchtet wurde.
Zur Erinnerung an das Wirken von Karl-Friedrich-Louis Dobermann und an die Gründung des Dobermann-Vereins vor mehr als 100 Jahren wurde am 11. September 1999 das Dobermann-Denkmal feierlich enthüllt.
